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Die Larven der Wiesenschnake gehören ebenso wie die Larven (Engerlinge) vieler Blatthornkäfer zu den gefürchteten Rasenschädlingen, die großflächig die Grasnarbe absterben lassen. Sie lassen sich von den Käferlarven aber leicht unterscheiden, da sie nicht cremeweiß gefärbt sind, keine Beine besitzen und auch keine orange-braun gefärbte Kopfkapsel.

Die Wiesenschnaken-Larven sind bis zu drei cm groß, schmutzig-grau gefärbt und Schädlinge der Grasnarben an feuchten humosen und sandigen Standorten. 

Tipula adultErwachsene Wiesenschnaken schlüpfen ab Mitte August aus den Puppen. Die Weibchen werden unmittelbar nach dem Schlüpfen begattet und beginnen sofort mit der ersten Eiablage direkt in die Grasnarbe oder den Boden. Ein nachfolgender Distanzflug trägt die Wiesenschnake in vom Schlupfort entferntere Gebiete, an denen eine zweite Eiablage erfolgt. Die weiblichen Schnaken leben nur etwa 10 Tage und nehmen in dieser Zeit mit Ausnahme von Flüssigkeit keine Nahrung auf. 

Bereits 10 bis 14 Tage nach der Eiablage schlüpfen die ersten Larven. Die ersten beiden Larvenstadien (L1 und L2) entwickeln sich noch im September bis Oktober. Sie halten sich bei Trockenheit im Boden auf und fressen dann vor allem nachts an oberirdischen Pflanzenteilen. Den größten Schaden verursachen aber die älteren (L3 und L4) Larven im darauffolgenden Frühjahr nach erfolgter Überwinterung oder bereits in milden Wintern durch ihren Fraß an den wasserführenden Wurzeln. Hierdurch entstehen nesterweise Vergilbungen, die Anzeichen für das Absterben des Rasens sein können. 

Die Larven der Wiesenschnake lassen sich gut mit parasitären Nematoden der Art Steinernema carpocapsae von Mitte September bis Ende Oktober bekämpfen.

Nützlinge gegen die Larven der Wiesenschnake können Sie in unserem Online-Shop bestellen.

Blattläuse gehören zusammen mit den Schildläusen, Mottenschildläusen, Blattflöhen, Zikaden und der Weißen Fliege zu den Pflanzensaugern (Homopteren). Mit ihren stechend-saugenden Mundwerkzeugen ernähren sie sich vom Saftstrom (Phloem) der Pflanzen. Sie scheiden den sogenannten Honigtau aus. Dieser zuckerhaltige Kot bildet auf befallenen Pflanzen einen klebrigen Belag, auf dem sich später gern Schwärzepilze ansiedeln.

Blattläuse findet man meist in dichten Kolonien an den Triebspitzen oder an den Blattunterseiten. Häufig bilden sich infolge ihrer Saugtätigkeit, bei der ein giftiger Speichel abgegeben wird, Blattkräuselungen und Triebstauchungen. Aber nicht nur durch Verschmutzung und Saftentzug schädigen Blattläuse. Durch die Übertragung von Pflanzenvirosen kann es zu sehr viel gravierenderen Schäden kommen.

Es gibt weltweit ca. 3.000 Arten. In Deutschland sind bisher etwa 800 Blattlausarten bekannt. Damit bilden sie die artenreichste Schädlingsfamilie. Die verschiedenen Arten sind gelb, grün, rot, braun oder schwarz gefärbt. Im Sommer vermehren sich Blattläuse ungeschlechtlich. Die Sommerweibchen bringen täglich drei bis sechs lebende Junge zur Welt (Viviparie). Daher können sich Blattläuse sehr schnell vermehren. Geflügelte Tiere bilden sich bei hohen Populationsdichten und zum Herbst, wenn wieder Geschlechtstiere entstehen, deren Weibchen Eier legen (Oviparie). Viele Arten vollführen gleichzeitig einen Wirtswechsel zu anderen Pflanzen, häufig Gehölzen. Ist der Wechsel zwischen Viviparie und Oviparie vollständig, bezeichnet man ihn als Holozyklus. Abweichend von diesem Normalfall findet insbesondere in milden Wintern, aber auch in geheizten Gewächshäusern eine anholozyklische Überwinterung statt.

Blattlauskolonien werden teilweise durch Ameisen vor natürlichen Feinden geschützt. Das Interesse gilt dem Honigtau, den die Ameisen als Nahrungsquelle nutzen. Ameisen transportieren Blattläuse gern zu anderen Pflanzen, damit diese neue Kolonien bilden. Teilweise werden den geflügelten Blattläusen sogar die Flügel abgebissen, damit sie den Pflanzenbestand nicht verlassen. Ameisen können daher zu Sekundärschädlingen werden und die Arbeit der Nützlinge deutlich erschweren.

Häufige Blattlausarten an Unterglas-Kulturen:

- Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae): Aubergine, Bohne, Gurke,Tomate
- Grüne Gurkenlaus (Aphis gossypii): Aubergine, Bohne, Gurke,Paprika, Tomate, Zierpflanzen
- Grünfleckige Kartoffellaus (Aulacorthum solani): Aubergine, Gurke, Tomate, Zierpflanzen
- Grünstreifige Kartoffellaus (Macrosiphum euphorbiae): Aubergine, Paprika, Salat, Tomate, Zierpflanzen
- Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae): Aubergine, Gurke, Paprika, Tomate, Zierpflanzen

Blattlausarten und ihre wichtigsten natürlichen Feinde

- Aphis fabae: Lysiphlebus sp., Gallmücken
- Aphis gossypii: Aphidius colemani, Lysiphlebus sp ., Gallmücken, Florfliegen
- Aulacorthum circumflexum: Gallmücken, Florfliegen
- Aulacorthum solani: Aphidius ervi, Gallmücken, Florfliegen
- Macrosiphum euphorbiae: Aphidius ervi, Aphelinus abdominalis, Gallmücken, Florfliegen
- Myzus persicae: Aphidius colemani, Gallmücken
- Myzus ascalonicus Gallmücken, Florfliegen

Nützlinge gegen Blattläuse können Sie direkt in unserem Online-Shop bestellen.

Der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) gehört zur Familie der Rüsselkäfer und hat sich zu einem bedeutenden Schädling in Baumschulkulturen wie Rhododendron, Azaleen, Erika, Taxus, Efeu, Cotoneaster u.a. entwickelt. Inzwischen kommt er aber auch zunehmend in Hausgärten und Pflanztrögen vor. Der grau-braun gefärbte nachtaktive Käfer ist ca. 1 cm groß. Seine Flügeldecken sind verwachsen, daher kann er sich nur laufend fortbewegen und ist recht standorttreu. Das typische Schadbild sind buchtenförmige Fraßstellen an den Blatträndern bzw. Rindenfraß an jungen Eibentrieben. Diese Schäden sind zwar häßlich, aber für die Pflanze nicht lebensbedrohend. Anders bei den Larven: Sie leben im Boden und fressen an den Wurzeln der o.g. Pflanzen. Bei starkem Befall kommt es zum Absterben der Pflanze. Da die Larven chemisch kaum zu bekämpfen sind und mit zunehmender Ausweitung von Wasserschutzgebieten der Einsatz dieser Pestizide mehr und mehr verboten ist, wurde nach anderen Bekämpfungsmöglichkeiten gesucht.

Die Wissenschaftler wurden fündig: eine biologische Schädlingsbekämpfung mit nützlichen Nematoden ist möglich. Es zeigte sich, daß diese nur 0,5 mm großen Fadenwürmer im Praxisversuch einen Wirkungsgrad von nahe 100 % aufweisen. Inzwischen erfreuen sich diese Nützlinge großer Beliebtheit, zumal mit diesem biologischen und umweltfreundlichen Mittel höhere Wirkungsgrade als mit den umstrittenen Pestiziden erreicht werden. Zu bedenken ist, dass die Nematoden nur ausgebracht werden sollten, wenn sich der Schädling im Larven- oder Puppenstadium befindet und die für die jeweilige Nematoden-Art nötigen Bodentemperaturen vorliegen.

Produkt Anwendungszeit Temperatur Schädling
nematop®
(Heterorhabditis bacteriophora)
Anfang April - Anfang Juni u.
Mitte August - Anfang Oktober
ab 12 °C Larve
nematop® cool
(Heterorhabditis bacteriophora + Steinernema feltiae)
März - Mitte Mai u.
September - Oktober
ab 8 °C Larve

Nemasys® L
(Steinernema kraussei)

März - Mai u.
September - Oktober
ab 5 °C Larve
nematop® Käfer-Stopp
(Steinernema carpocapsae)
Anfang Mai - Ende September 14 °C Käfer

Beim erstmaligen Einsatz sollten beide Ausbringungszeiten (Frühjahr und Herbst) genutzt werden. Danach kann eine jährlich Ausbringung, am besten im Herbst, reichen. Die Anwendung erfolgt einfach mit der Gießkanne bzw. mit Gießwagen, unserem AquaNemix oder mit der Feldspritze.

Nützlinge gegen den Dickmaulrüssler können Sie direkt in unserem Online-Shop bestellen.

Sicher denkt man beim Begriff "Wespen" zuerst an die uns meist im Spätsommer lästig werdenden Wespen, aber es gibt noch ca. 100.000 weitere Arten von Hautflüglern. Wissenschaftlich werden sie in zwei Gruppen unterteilt:

  • Apocrita (mit typischer Wespentailie) und
  • Symphyta (ohne Wespentaille).

Während die Arten der Unterordnung Apocrita meist räuberisch leben, wie z. B. die Schlupfwespen, handelt es sich bei der Unterordnung Symphyta um Pflanzenfresser. Hierzu gehören die Familien der Blattwespen, Halmwespen, Buschhornblattwespen und Gespinstblattwespen. Ihre Larven fressen einzeln oder in Gruppen und einige Arten in Gespinsten an Blättern oder in Pflanzenteilen. Sie schädigen vorwiegend im Obst- und Ackerbau. Unter Glas treten sie nur sehr selten als Schädling auf.

 

Die Engerlinge des Gartenlaubkäfers (Phyllopertha horticola) leben ähnlich wie die mit ihnen verwandten Maikäferlarven im Boden. Sie fressen an Wurzeln von Gräsern und Kräutern. Der Schaden, den sie direkt verursachen, ist meist weniger bedeutend als derjenige, den ihre Fraßfeinde anrichten, die bei der Suche oft eine flächenhafte Zerstörung der Grasnarbe bewirken.

Da die Eiablage der Käfer innerhalb eines kleinen Bereiches erfolgt, findet man die Larven häufig dicht beieinander. Das wissen Krähen, Dachs Wildschwein und Fuchs auch und suchen, wenn sie einen Engerling erbeutet haben, weiter an derselben Stelle. Dabei entsteht das verheerende Schadbild.

Der Versuch, die Larven mit Insektiziden zu bekämpfen, scheitert häufig, da Bodenorganismen diese Pestizide sehr schnell umbauen (metabolisieren). Es müßte die Aufwandmenge erheblich erhöht werden und selbst dann ist ein Erfolg fraglich. Zunehmend ist auch der Wunsch der Gartenbesitzer nach umweltverträglichen Methoden ausschlaggebend für ein biologisches Verfahren. Gegen die Engerlinge von Gartenlaubkäfer, Maikäfer und Junikäfer sind parasitäre Nematoden einsetzbar. Wichtig ist allerdings der richtige Zeitpunkt, da nicht alle Larvenstadien gleich gut bekämpft werden können.

Nützlinge gegen Engerlinge können Sie direkt in unserem Online-Shop bestellen.

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