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Gartenlaubkäfer Blüte

Ende Mai sind die Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola) aus dem Boden geschlüpft. Die Larven (Engerlinge) sind bei zahlreichem Vorkommen lästige Rasenschädlinge, aber auch Erdbeeren und Spargel werden geschädigt. Der 8 - 10 mm große Käfer ist durch seine braunen Flügeldecken, dem grün-metallisch gefärbten Halsschild und Kopf leicht erkennbar. Genauso wie Junikäfer, Maikäfer und Purzelkäfer gehört er zur Familie der Blatthornkäfer, deren typisches Merkmal die Lamellenfühler sind. Im Gegensatz zum dämmerungsaktiven Junikäfer schwärmt er um die Mittagszeit dicht über dem Rasen und ist auch oft an Blüten zu finden, wo er durch seine Fraßtätigkeit zusätzlichen Schaden verursacht. Es wird nur eine Generation pro Jahr ausgebildet.

Weiterlesen: Jetzt Nematoden gegen den Gartenlaubkäfer einsetzen

Taghafte Micromus angulatusDer Nützling Micromus angulatus ist eine heimische Taghafte (Fam. Hemerobiidae) und gehört genau wie die Florfliegen zu den Netzflüglern. Sie erreicht eine Körperlänge von 8 mm und ist braun gefärbt. Ihre Flügel weisen eine auffällige Aderung auf und sie besitzt lange Antennen. Sowohl die Larvenstadien als auch die adulten Tiere ernähren sich räuberisch von Blattläusen.

Weiterlesen: Neuer Nützling gegen Blattläuse - die Taghafte Micromus angulatus

HA wolllaeuse Pseudococcus longispinusInzwischen wurden die meisten Kübelpflanzen wie Oleander, Engelstrompete, Bougainvillea, Kartoffelstrauch und Co wohl ins Trockene zur Überwinterung geholt, damit sie auch im kommenden Jahr wieder ihre prachtvollen Blüten präsentieren. Spätestens dann, wenn erste klebrige Beläge, sog. Honigtau, auf den Blättern sichtbar werden, ist klar: huckepack auf den Pflanzen wurden Schädlinge gleich mit eingewintert. Doch gibt es auch für die kühlere Zeit Nützlinge, um sie biologisch zu bekämpfen?

Weiterlesen: Pflanzenschutz in Wintergärten und Innenräumen

Schon seit Adalia septempunctatadem Beginn der Kultivierung von Pflanzen für die eigene Ernährung muss der Mensch seinen Anspruch auf die Ernte gegen tierische „Mitesser“ verteidigen. Zu den pflanzenverzehrenden Tieren gehören überwiegend Insekten, Milben, Nematoden und Schnecken. Da es immer das Ansinnen des Menschen war, die Ernten zu vergrößern, kam der Bekämpfung dieser Nahrungskonkurrenten erhebliche Bedeutung zu. Sie wurden zu Schädlingen erklärt und Methoden entwickelt, um sie auszuschalten.

Weiterlesen: Biologischer Pflanzenschutz mit Nützlingen

HA Aphidoletes thumbDer Nützling Aphidoletes aphidimyza ist eine heimische, nacht-aktive räuberische Gallmücke, deren Larven sich von Blattläusen ernähren. Typisches Merkmal der Weibchen ist ihre grau-bräunliche Körperfärbung mit dem orangefarbenen Hinterleib.

Die ca. 2 mm großen Weibchen ernähren sich von Honigtau der Blattläuse und legen bis zu 200 Eier gezielt in Blattlauskolonien ab.

HA Gallmuecke in Kolonie thumb

Die nach 3 Tagen schlüpfenden, orangefarbenen Larven entwickeln sich innerhalb von 1 bis 2 Wochen über 4 Larvenstadien. Zur Nahrungsaufnahme stechen sie die Blattläuse an und injizieren ein Lähmungsgift. Das Innere der Blattlaus wird durch die Abgabe von Verdauungsenzymen aufgelöst und ausgesaugt. Von einer Gallmückenlarve können 20 - 50 Blattläuse getötet werden. Dabei ist die Fraßleistung abhängig von der Größe der Blattläuse, der Blattlausdichte und der Luftfeuchte. Nach der Larvenentwicklung erfolgt die Verpuppung im offenen feuchten Boden. Sie dauert etwa 14 Tage und endet mit dem Schlupf des erwachsenen Tieres.

HA Larve Gallmuecke thumb

Da die Larven für ihre optimale Entwicklung eine relative Luftfeuchte von über 70 % benötigen, versuchen sie trockenere Bedingungen durch die vermehrte Aufnahme von Blattlaus-Gewebsflüssigkeit zu kompensieren. Die Überlebensrate der Larven sinkt jedoch unter trockenen Bedingungen erheblich.

Den Nützling Aphidoletes aphidimyza können Sie in unserem Online-Shop bestellen.

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